Samstag, 27. November 2010

Apfelsaft aus Wildsammlung


Wir sind viel unterwegs in unserer neuen Heimat, den monts-de-lacaune, hier im Süden Frankreichs.
Wir bewundern die Pflanzengemeinschaften, die bunte Tierwelt und den nichtendenwollenden Horizont.

Die „wildwachsenden“ Apfelsorten mit ihren variantenreichen Geschmäckern und dem urigen Aussehen von Apfel und Baum haben es uns im Herbst besonders angetan.
In einem kleinen Weiler in der Nähe  haben wir einen Apfelsaft- „Produzenten“ kennengelernt, der, gemäß der Traditionen und Ideen
von Vater und Großvater mit der Liebe zum Detail, dem Respekt vor der Natur und natürlich, dem Geschmack, traumhafte Apfelsäfte mit dem Verfahren der schonenden Pasteurisierung und der optisch/geschmacklichen Melange handwerklich fertigt.
So ist „unser“ erster Apfelsaft, naturtrüb, von alten „Streuobstbeständen“, welche verwildert an Waldsäumen, Bachrändern und Wiesen wachsen und deren Obst wir mit Freude und unseren Händen gesammelt haben,
entstanden. Vorerst dient er unserem Wohl, wir verschenken auch die eine oder andere Flasche….
2011 werden wir dann mit unserem neuen „Label“
                                 n a t u r a  s o l e i l

weitere Naturprodukte, wie Apfel-Quitten-Saft und Apfel-Holunder-Saft , in Zusammenarbeit mit  dem „Produzenten“ herstellen. Wir hoffen,
das 2011 ein Apfel-Quitten-Holunder-Jahr wird und sowohl wir als auch die weiteren Naturbewohner genügend Früchte finden… .

Leben im Hier und Jetzt

Gedanken (nicht nur) zum bedingungslosen Grundeinkommen


Wir schauen ständig nach der Zeit. Auf die Uhr. Die Uhr, die Termine, der Druck, ob von Außen oder aus uns selbst heraus, bestimmen unser Da-Sein.
Schauen wir noch zu den Pflanzen, zu unseren erhabenen Verwandten, den Bäumen oder gar zu den Tieren? Fühlen wir noch, wie weich das Moos, wie gemütlich-warm der Felsen in der Sonne ist, wie köstlich ein selbstgepflückter Apfel eines alten, wilden Baumes schmeckt?
Kennen wir noch das tiefe Empfinden, den Glücksstrahl des Augenblicks, wenn wir uns einfach mal so der Natur hingeben…?
Nein – unser Verstand, unser geschultes und in die Richtung der Funktionalität , Rationalität und Abhängigkeit gepresstes Denken und Handel geben den Weg des Lebens vor.
Pflanzen, Tiere, die Sonne, der ganze Kosmos sehen nicht auf die Uhr. Sie leben und existieren in dem natürlichen Ablauf, sie richten sich intuitiv aufeinander ein. So kennen Sie keine Zwänge, keinen Druck, keine Enge (im seelisch-geistigen Bereich) und auch, in diesem Kontext, keine Angst.
Was hat das, so wird der interessierte Leser fragen, mit dem „bedingungslosen Grundeinkommen“ zu tun? Nun, es ist einfach zu erklären:
Auch das BGE ist (hoffentlich) nicht mehr an den Zwang gekoppelt, arbeiten zu müssen, um zu existieren. Zwanghaft wird das Ganze nur, wenn wieder zu viele starre menschliche Regeln, die Gesetze heißen und der Kontrolle, dem Zwang, der Enge, der Machterhaltung dienen und in „Angst“ münden, „erlassen“  werden.
Ja, funktioniert denn das BGE (oder wie auch immer es heißen kann) heute schon ohne diese Gesetze und Paragraphen?
Aus jetziger Sicht, in der augenblicklichen Situation von überbordender Kontrollsucht parteibuchtragender Opportunisten und der Geldfürsten, eher: Nein!
Und was wird dann werden?
Das BGE ist ein hervorragender Ansatz, eine gute Idee zur Hinterfragung verkrusteter Strukturen, Manipulation und Kontrolle. Es lässt Freiheit zu. Es lässt Respekt zu. Es lässt Akzeptanz zu. Es lässt den Individuen, also UNS, mehr Raum, so wie die Natur es für Jeden und Jedes vorgesehen hat.
So ist in dieser Idee auch der anthroposophische Ansatz zu finden. Und: Frei von jeglichem Dogma (für die, die Anthroposophie als solches empfinden mögen) „funktioniert“ die Natur, funktionieren die Gemeinschaften allen Lebens am Besten.
Insoweit ist der Grund-„Gedanke“ das Leitbild von persönlicher Freiheit, Entfaltung, Würdigung (Würde…)und endlich weg von Kontrolle, Zwang, Steuern (!) und  Angst genau richtig.
Wir reden in diesem Zusammenhang selbstverständlich über das „Hier“ und „Jetzt“. Das muss nicht, in der üblichen „Ordnungsdenkweise“, morgen oder übermorgen sein. Es wird sich entwickeln, wenn die „Zeit“, die Energien reif dafür sind.
Letztlich auch wir Menschen, denn die Intention des BGE ist ein (positives) Rädchen in einem augenblicklich stattfindenden Prozess der Veränderung und Wandlung.
Ich fühle und glaube: Die Intention und die Schritte der Entwicklung sowie  des Verständnisses sind zum rechten Zeitpunkt passiert. Somit relativiert sich das harsche „Nein“ wieder, denn diese Idee benötigt viel Raum zur Entwicklung.
Und der ist, ebenso wie die natürliche „Zeit“ im Universum, ausreichend vorhanden.
So, wie viele gute Ansätze und Ideen ihren Weg in die Öffentlichkeit finden, wo, wie zahlreiche Organisationen und neue Strukturen religions-/dogmen-/parteifrei einen weiten Bogen des neuen, solidarischen, shareholder-value-freien und respektvollen Umgangs miteinander schaffen, so wird jeder dieser kleinen energetischen Bausteine dazu beitragen, das ich (als Individuum, natürlich aus mir selbst heraus), wir (als Gemeinschaft) diese Veränderung SIND und LEBEN. Und dann klappt es.

Montag, 22. November 2010

Terrorwarnungen - zum Lachen

Eigentlich weiß ich, ich soll nicht "kämpfen". Und eigentlich will ich hier keine politischen Statements geben. Doch die offensichtliche Volksverdummung von seiten der (von vielen eben nicht gewählten) Politiker, also denen, die mit dem Parteibuch so lange um sich schlagen, bis
irgendeiner zur Seite springt, diese dämlichen und perfiden Versuche, von den Wahrheiten wie Staatsbankrott, Arbeitslosigkeit, Manipulation, Desozialisierung u.a. abzulenken, reizen mich einfach. Nachstehend ein Bericht des Kopp-Verlages, der die Dinge wieder einmal auf den Punkt bringt, wozu die Manipulationspresse aus Feigheit, Dummheit oder Korruption wohl nicht fähig ist - klasse, Herr Ulfkotte:


So manipuliert die Bundesregierung die Bevölkerung – Schmeißen Sie die »Terrorwarnungen« in die Tonne

Udo Ulfkotte

Haben auch Sie nach den jüngsten Terrorwarnungen des Bundesinnenministers Angst vor einem Terroranschlag? Dann zittern Sie wahrscheinlich auch den ganzen Tag aus Angst davor, irgendwann durch einen Blitzschlag bei Gewitter zu sterben. Die Chance, bei einem Blitzschlag ums Leben zu kommen, ist in europäischen Industrienationen allerdings größer als die Chance auf Tod bei einem Terroranschlag. Schauen wir uns die Terrorwarnung des Bundesinnenministers einmal genauer an, dann wird klar, warum diese genau jetzt verbreitet wurde. Denn der Blick des Stimmviehs muss von der wahren Lage abgelenkt werden – und der Trick der Regierung funktioniert offenkundig prächtig.


Deutsche Journalisten schüren gerade die Terrorhysterie. Unter Berufung auf die deutschen berichten jetzt auch ausländische Journalisten, an Bord einer Air Berlin Maschine sei im namibischen Windhuk eine Bombe in einem Koffer gefunden worden. Angeblich wurde ein Sprengstoffanschlag auf die deutsche Maschine in letzter Minute vereitelt. In Wahrheit war das Gepäckstück aber gar nicht ausdrücklich für die deutsche Maschine bestimmt: Es wurde vielmehr in einer Gepäckhalle entdeckt, hatte keinen Aufkleber für einen Zielflughafen und es ist auch nicht in die deutsche Maschine verladen worden. Einzig Bundesinnenminister Thomas de Maiziere behauptet tausende Kilometer entfernt in Berlin, das verdächtige Gepäckstück sollte nach Deutschland gebracht werden. Es spreche vieles dafür, dass der Koffer für München bestimmt war, sagte de Maiziere am Rande der Innenministerkonferenz in Hamburg. Als er das sagte, da hatten Ermittler des BKA gerade erst ein Flugzeug in Richtung Namibia bestiegen. Es waren demnach Spekulationen. Das alles passt gut ins Bild. Denn ob es sich tatsächlich um eine Bombe handelte, ist derzeit noch absolut unbekannt. In einem herrenlosen Koffer, der in einer Gepäckhalle am Flughafen Windhuk stand, waren einige Kabel und eine Uhr. Der Rest ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels reine Spekulation. Aber das Spekulieren scheint jetzt fester Bestandteil des Schürens einer Terror-Hysterie in Deutschland zu sein.
An deutschen Flughäfen werden derzeit Nackscanner installiert. Das dient angeblich dem Schutz der Bevölkerung vor dem möglichen Tod durch einen Terroranschlag, sagt jedenfalls die Bundesregierung. In den Vereinigten Staaten vertreten Wissenschaftler derzeit die Auffassung, dass die Chance, durch den Nacktscanner eine Krebserkrankung zu bekommen, ebenso groß sei wie die Chance bei einem Terroranschlag ums Leben zu kommen. Übrigens sieht man auf den Nackscannern auch Binden und Tampons und die Sicherheitskontrolleure erwägen nun, aus reinen Sicherheitsgründen generell nachzuprüfen, ob es sich wirklich um Binden und Tampons handelt. Wir wollen das alles hier nicht ausweiten, sondern als von den deutschen Medien flächendeckend verschwiegene Fakten einfach nur einmal festhalten.
Konzentrieren wir uns lieber auf die jüngste deutsche Terrorwarnung. Wie schreibt ein deutsches Nachrichtenheft so treffend: »Die Terrorwarnung von Innenminister de Maizière hat eine neue Sicherheitsdebatte ausgelöst. Die Polizeigewerkschaft prangert zahlreiche Versäumnisse an, Politiker von CDU und SPD fordern eine strengere Überwachung per Vorratsdatenspeicherung.«
Halten wir also fest: In der Bundesrepublik gibt es auf einen Schlag ein großes Thema, das Medien und Politik beherrscht. Egal, welchen Radio- oder Fernsehsender die Menschen einschalten, geschürt wird die Angst der Bevölkerung vor einem Terroranschlag. Die gleichen Medien und Politiker, die sich an dieser Debatte beteiligen, haben in ihren Nachrichtensendungen noch nie vor der viel größeren Gefahr gewarnt, beim Blitzschlag ums Leben zu kommen. Warum also gibt es genau jetzt wie das Stakkato eines Maschinengewehres die auf die Bürger einprasselnden Terrorwarnungen?
Schauen wir uns einfach einmal an, wann und warum der amerikanische Präsident höchste Terrorgefahren heraufbeschworen und die Bevölkerung vor einem angeblich unmittelbar bevorstehenden Anschlag gewarnt hat (passiert ist allerdings nie etwas), dann keimt schnell die Vermutung, dass Terrorwarnungen in letzter Zeit von westlichen Politikern immer dann ausgesprochen werden, wenn es darum geht, die Bevölkerung von der Diskussion über eine viel schlimmere reale Gefahr abzulenken.
Wegen der lange abzusehenden neuen Irland-Krise drohen die Euro-Zone und auch die EU in absehbarer Zeit auseinanderzubrechen. In Großbritannien wird darüber derzeit mit allen Facetten ganz offen berichtet. Unter den Realisten herrscht Endzeitstimmung in Europa. Befürchtet wird innerhalb der europäischen Regierungen ein Run auf die Bankschalter, sobald offen über die finanziellen Folgen des Irland-Bailouts (weitere PIGS-Länder werden beim Bankrott folgen) gesprochen wird. Sobald der einfache Bürger auf der Straße kapiert, dass der Euro bald viel weniger wert sein wird, hebt er sein Geld ab, kauft Sachwerte oder transferiert es in einer anderen Währung ins Ausland. Seit zwei Jahren schon gibt es in Ländern wie Österreich und Deutschland deshalb Geheimpläne, bei einer weiteren Verschärfung der Krise (wie sie sich jetzt allmählich abzeichnet) die Bankautomaten für einige Tage zu sperren und die Banken zu schließen, die österreichische Zeitung Die Presse schrieb dazu: »Vom Prinzip her will man argentinische und griechische Zustände wie ein Erstürmen von Banken oder eine Massenpanik vermeiden. Die Handlungsanweisungen dafür gibt es nicht erst seit ein paar Wochen, sondern sie wurden bereits zu Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 festgelegt.«
Das alles ist für jeden informierten Bürger offen einsehbar. Die gut Informierten kann man nicht ablenken. Doch die Massen interessiert das alles erst dann, wenn sie tatsächlich vor dem geschlossenen Bankschalter stehen. Die Banken-Rettung in Irland wird die deutschen Steuerzahler nun schon wieder mehr als 15 Milliarden Euro kosten, die Griechenland-Rettung hat die Deutschen mehr als 20 Milliarden Euro gekostet. Das Geld werden die deutschen Steuerzahler nie wiedersehen. Doch es werden weitere Bürden auf die deutschen Steuerzahler zukommen, für Portugal, für Spanien… Da ist es schön, wenn sich das Stimmvieh andere Gedanken macht.
Irgendwann werden auch die dümmsten Deutschen sich die Frage stellen, warum sie allein von 1991 bis 2008 netto 324 Milliarden Euro (!) in die EU-Kassen einbezahlt haben, die heute schlicht weg sind. Mehr noch: Die nun von den Deutschen zu zahlenden Summen werden immer schneller immer größer werden. Deutschland ist der größte Netto-Zahler in der EU. Und Portugal, Irland, Griechenland und Spanien (PIGS-Staaten) waren und sind die größten Nettoempfänger, die am finanziellen Dauertropf vor allem der deutschen Steuerzahler hängen. Sie fordern nun wieder einmal unsere Solidarität. Von 1976 bis 2008 haben die vorgenannten PIGS-Staaten aus EU-Töpfen zusammen insgesamt 287 Milliarden Euro Hilfszahlungen erhalten. Davon hat Deutschland 151 Milliarden Euro bezahlt. Und Deutschland wird nun für viele weitere Milliarden für die PIGS-Staaten bürgen/haften müssen.
Ehe es den Deutschen schwindelig wird und diese den Run auf ihre Konten beginnen, lenkt man sie mit angeblich schlimmen Gefahren ab. Etwa mit dem Schüren der Terror-Hysterie.
Schon im Jahre 1929 gab es in Deutschland 5.867 Verkehrstote auf den Straßen. Und 2009 waren es mehr als 4.000. Im ganzen vergangenen Jahrzehnt sind in ganz Europa nicht 4.000 Menschen bei Terroranschlägen ums Leben gekommen. Aber die von Politik und Medien geschürte Terror-Hysterie lässt eben vergessen, dass es viele Risiken gibt, die von der Geburt an einfach zum Leben gehören. Und mit dem Schüren der Angst vor dem potentiellen Terrorrisiko kann man die in der Realität todsicher auf die Deutschen zukommenden gewaltigen finanziellen Belastungen wunderbar vorübergehend vergessen machen. Bestsellerautor Michael Grandt hat den Deutschen das alles vor wenigen Monaten ganz nüchtern in seinem neuen Standardwerk Der Staatsbankrott kommt aufgeschrieben und die Fakten mit vielen Quellen belegt. Bis zuletzt lenkt die Bundesregierung ab – um des politischen Überlebens Willens eben auch mit Terrorwarnungen.

Freitag, 22. Oktober 2010

Rätselhaftes Bienensterben?

Ich glaube, nein, ich bin überzeugt davon, dass ein Bienensterben für jene, die mit allen Mitteln
versuchen, die Natur zu kopieren bzw. das Naturrezept der Schöpfung und Entwicklung umzuschreiben, kein RÄTSEL ist, sondern die Folge eines sorglosen und profitorientierten
Umgangs mit eben dieser Natur, von der wir immer abhängig sein werden.
Sog. wissenschaftliche Ergebnisse werden unterdrückt, die Mainstream-Medien interessiert es erst gar nicht, denn was sind schon Bienen in dieser Welt, wo Glamour, Hohlköpfe mit Parteibüchern und Geld regieren und es "Nachhaltigkeit" heißt, wenn einige Windräder die Landschaft nachhaltig verschandeln...
Ein Bericht des Kopp-Verlages, gut auf den Punkt gebracht, zeigt die Problematik:

Der rätselhafte Bienentod – eine unterschätzte Gefahr

Niki Vogt

Das Bienensterben bleibt ein großes wirtschaftliches und ökologisches Problem. Trotz zahlreicher wissenschaftlicher Erkenntnisse scheint ein wirkliches Umdenken jedoch noch nicht stattzufinden. Wirtschaftliches Kalkül oder Ignoranz: Die Ursachen sind nur schwer zu erklären.

Vielleicht ist es gerade die Erntezeit, die alljährlich dafür sorgt, dass ein Thema die Medien erreicht, das zwar seit Jahren diskutiert, aber noch immer nicht wirklich ernst genommen wird: das Bienensterben. Es ist wohl einer immer größer werdenden Entfremdung des Menschen von der Natur geschuldet, dass die Dramatik dieser Entwicklung nicht wirklich verstanden wird. Ob die Behauptung, Kinder glaubten, dass die Milch aus lila Kühen käme, nur ein populärer Irrtum sei, mag dahingestellt sein. Seit 1997 jedenfalls testet der Natursoziologe Rainer Brämer das Wissen von Schülern über die Natur. Die Kenntnis über Naturzusammenhänge, so das Ergebnis, nimmt jedenfalls kontinuierlich ab.

Das mangelnde Wissen einer Tiefkühl-, Dosen- und Fertiggerichte-Kultur führt womöglich auch dazu, dass das Bienensterben bisher hauptsächlich ein Thema für die Boulevardspalten darstellt. George Orwell meinte einmal sehr vorausschauend: »Bei wichtigen Themen gibt es immer Aspekte, die keiner erörtern möchte.« Das gilt auch für dieses beklemmende Naturphänomen. Auf Honig könne man auch verzichten, mag vielen zunächst durch den Kopf gehen. Das Desinteresse an Naturproblemen, so Brämer, hänge besonders bei Jugendlichen auch damit zusammen, dass »Erwachsene« das Thema Natur hauptsächlich mit Ge- oder Verboten belegen. In der Tat: Von Waldsterben bis zur globalen Klimakatastrophe ist das Problem der Umweltbelastung längst zum Thema der politisch korrekten Gutmenschen geworden. Insbesondere Jugendliche stellen auf Durchzug, um der allgegenwärtigen Betroffenheitskultur zu entkommen.

Wesentlich folgenreicher aber als eine mögliche globale Erwärmung der Erde wäre das Aussterben der Bienen. Der Koordinator der Arbeitsgemeinschaft Bienenforschung an der Universität Wien, Stefan Mandl, wies erst kürzlich noch einmal nachdrücklich auf die »Schlüsselrolle der Honigbiene in unserem Ökosystem« hin: »Die Biene leistet auf der Erde 80 Prozent der Gesamtbestäubungsleistung. Ohne sie hätten wir keine blühenden Wiesen, keine Obstproduktion, keine pflanzlichen Öle aus Sonnenblume, Raps oder Kürbis.« Zudem seien Bienen eine wichtige Nahrung, vor allem für Singvögel. Die Endprodukte, von Honig bis zu Propolistropfen, so Mandl, wirkten sich positiv auf die Gesundheit des Menschen und damit auch auf die Volkswirtschaft aus.
Erst vor drei Jahren wurde das Problem des Bienensterbens einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Im Frühjahr 2007 musste man in den USA mit Erschrecken feststellen, dass 70 Prozent der Bienenpopulation des Vorjahres verschwunden waren. Man nannte das Phänomen »Colony Collaps Disorder«. Festzustellen war ein scheinbar grundloser Zusammenbruch der Völker ohne jede vorhergehende Symptomatik. Die erwachsenen Bienen verlassen den Bienenstaat, um zu sterben. Sehr früh hatte man als Ursache für dieses Sterben die Auswirkungen der Gentechnik in der Landwirtschaft auf dem Zettel. Der Anteil an genmanipuliertem Bt-Mais war in den USA besonders hoch. Die Bienen lagern den Maispollen als Winterfutter ein. Ein Forschungsprojekt der Universität Jena aus den Jahren 2001 bis 2004 bescheinigte zwar die »Unbedenklichkeit« des Genmaises für die Bienen. Gleichzeitig wurden aber auch bedenkliche Ergebnisse zutage gefördert.

Bei einem Freilandversuch im Rahmen des Projektes wurden die Bienenvölker zufällig mit Parasiten (Mikrosporidien) befallen. Dieser Befall, so heißt es in dem Bericht, »führte bei den Bt-gefütterten Völkern ebenso wie bei den Völkern, die mit Pollen ohne Bt-Toxin gefüttert wurden, zu einer Abnahme der Zahl an Bienen und in deren Folge zu einer verringerten Brutaufzucht. Dieser Effekt war bei den Bt-gefütterten Völkern signifikant stärker.« Zur Begründung hieß es in dem Bericht: »Die signifikanten Unterschiede sprechen für eine Wechselwirkung von Toxin und Pathogen auf die Epithelzellen des Darms der Honigbiene. Der zugrunde liegende Wirkungsmechanismus ist unbekannt.« Das bedeutet auf Deutsch: Das Bt-Gift im Maispollen hat den Darm der Bienen so verändert, dass sie anfälliger für Parasiten wurden. Es dürfte nicht zuletzt der äußerst aktiven Lobbyarbeit von Firmen wie dem Saatguthersteller Monsanto zu »verdanken« sein, dass diese besorgniserregenden Ergebnisse nicht zu einem Stopp des Anbaus von genmanipulierten Pflanzen geführt haben.

Neben den Auswirkungen gentechnisch veränderten Pflanzenmaterials sind bereits auch andere Ursachen als Möglichkeit benannt worden. Womöglich laufen die verschiedenen Schädigungen auch zu einem multikausalen Ursachenkonglomerat zusammen. Wenn die Gentechnik-Lobby auf der Internetseite TransGen beispielsweise beruhigend feststellt, dass genmanipulierter Mais einer gesunden Bienenpopulation nicht schade, müssten aber gleichzeitig die anderen schädigenden Faktoren benannt werden: So wird der breitgefächerte Einsatz von Pestiziden die Bienenvölker ohne Zweifel schwächen. Im Jahre 2008 gab es in Deutschland durch den Einsatz von Neonicotinoiden, das sind Nervengifte zur Maisbeizung, massive Bienenverluste. 12.500 Bienenvölker waren betroffen. Während dieses Gift in Deutschland in diesem Jahr deshalb keine Zulassung mehr erhielt, kam es in Österreich nicht zu einem Verbot.

Weiterhin gibt es Theorien, die einen Krankheitserreger vermuten, die Varroamilbe wird ebenfalls als verantwortlich benannt. Monokulturen schwächen das ökologische Gleichgewicht. Und schließlich stellte die Universität Koblenz-Landau einen Zusammenhang zwischen der elektromagnetischen Strahlung des Mobilfunks und dem Verhalten der Bienen auf. Ob hier tatsächlich eine direkte Ursache für das Bienensterben besteht, ist weiterhin offen. Tatsache ist aber, dass die nützlichen Insekten vielfältigen Schädigungen ausgesetzt sind.

Und obwohl offiziell keine »Schuldigen« benannt werden und das Problem Bienensterben nicht als generelle Gefahr dargestellt wird, steckt selbst die Europäische Union inzwischen 32 Millionen Euro in die Bekämpfung des Bienensterbens. Die EU-Kommission stellt nicht nur eine wirtschaftliche Notlage der Bienenzüchter fest, sondern auch eine Bedrohung der biologischen Vielfalt. Besonders betroffen seien Frankreich und Spanien, die zusammen mehr als ein Viertel der EU-Bienenbestände halten. EU-Umweltkommissar Janez Potocnik mahnt gar zu einem »radikalen Wechsel« unseres Lebensstils und den Produktionsmethoden unserer Landwirtschaft. Aufgeschreckt dürfte die EU-Kommission auch durch eine jüngst veröffentlichte Studie der British Ecological Society worden sein, die beim Jahrestreffen an der Universität von Leeds vorgestellt worden war. Die Experten hatten die Verhältnisse in Indien untersucht, das mit jährlich 7,5 Millionen Tonnen Gemüseproduktion weltweit hinter China den zweiten Platz in diesem Marktsegment einnimmt. Das Ergebnis: Der Rückgang der Insektenpopulation führe bereits jetzt zu einer ernsthaften Bedrohung der Produktion. Bienen, so das Urteil der britischen Studie, seien ein echter Wirtschaftsfaktor. Berechne man die finanzielle Leistung der Bestäuberinsekten, so käme man auf 224 Milliarden US-Dollar jährlich.

Ob solche Zahlen Firmen wie Monsanto beeindrucken, bleibt fraglich. Die Umweltschutzorganisation mutmaßt, dass es im Zuge einer Gen-Diktatur um durchaus größere Summen ginge. Monsanto, so der Vorwurf, wolle die weltweite Nahrungsversorgung kontrollieren. Da Genveränderungen über Bestäubung gleichsam unfreiwillig auf andere Pflanzen übertragen werden, würde künftig eine Kontrolle der Bauern viel Geld in die Kassen spülen. Die Bauern können nicht einmal ahnen, ob und wo auf ihrem Boden Pflanzen zu finden sein werden, die die patentierten Gene in sich tragen.

Pflanzen, in denen solche Genpatente nachweisbar sind, sind kostenpflichtig.
In den Vereinigten Staaten sind viele solcher Prozesse zugunsten der gentechnischen Hersteller und gegen die ahnungslosen Farmer entschieden worden.

Bereits im Jahre 2006 soll Monsanto zehn Millionen Dollar zur Überwachung ausgegeben haben. In Indien hatte es bei Bauern, die auf dieser Geschäftsgrundlage bei der Baumwollproduktion zur Kasse gebeten werden sollten, deshalb schon Proteste gegeben. Dass all dies vorläufig ohne den Einsatz von Bienen nicht möglich ist, müsste auch den Konzernzentralen klar sein.
Welche Pläne in den Schubladen liegen, ist ungewiss. Das Ganze ist inzwischen Stoff für einen Thriller aus der Feder eines Michael Crichtons oder Frank Schätzings – eine spannende Vorstellung, wenn die Bedrohung nicht so real wäre.

Samstag, 25. September 2010

Wildsammlung & Nachhaltigkeit

Was bedeutet für uns (la source) nachhaltige Wildsammlung? Ganz einfach. Die Natur nicht auszurauben.
Wir nehmen (aus unserer Intuition & Erfahrung heraus) nur soviel oder sowenig, daß für alle anderen genug übrigbleibt. Und für das nächste Jahr... - Das beurteilen wir von Frucht zu Frucht, Pflanze zu Pflanze und eben von Jahr zu Jahr.
Hierfür braucht es u.E.  keine gesetzlichen Regulierungen, wie es einige Organisationen (warum auch immer...) anstreben.
Die Menschen unter den "Kardinalverdacht" zu stellen, daß sie eben nicht vernünftig und nachhaltig sind, bewirkt am Ende genau das Gegenteil von dem, was im Ansatz beabsichtigt ist.
Die Menschen suchen sich ein Schlupfloch, ignorieren die ewige Bevormundung und Regulierung und nehmen sich das, was und wo sie wollen.
Lasse ich den Menschen Eigenverantwortung, akzeptiere und respektiere ich sie. Dieses Verhalten zeigen sie dann wiederum auch anderen und der Natur gegenüber.
Genau hier setzen wir u.a. mit unserem Konzept von la source an:
Offenheit...Verständnis...Akzeptanz....Liebe...Respekt...harmonische Gemeinschaft.

Mittwoch, 15. September 2010

essay - Ewiges Licht

essay

Augenblicke in der Natur

Ewiges Licht

Da geht sie auf, die ewig Freundliche. Lächelnde. Außer Strahlen sehe ich nichts, empfinde ich nichts. Ewige Strahlen werfen ihr Licht über den Horizont. Firmament lichter Kraft. Waagerechtes Leuchten mit vertikal-tiefer Intensität. Schaue ich von unten nach oben, wird es hell. Fällt mein Blick herab oder besser - wandert er langsam, versinke ich mit meinen Emotionen in der Dunkelheit. Abend. Stille. Überall. Ringsumher.
So wandert der Tag zur Nacht und gemeinsam erwarten wir den Morgen. Aus güldener Freundschaft wird silberner Lohn. Aus sprießendem Wachstum  entsteht ruhiges Verhalten. Innehalten. Die erneute Ruhe vor dem erneuerten Erwachen. Das Orange-rot des Abends tauscht der Morgen gegen das Rot-orange des erwachenden Tages.
Der Fluß der Gedanken und das Fließen der Farben. Wie schnell springt das Jahr auf dem Kalender, wechseln die Erlebnisse. Und die Erkenntnisse. Verbunden mit den natürlich-colorierten Sichtweisen. Gefühltes Sein. Unterbrochen durch Festhalten am alltäglichen Denken und Handeln. Logische Abfolge strukturierten Lebens. Gesetzmäßige Haltung im Anblick der Paragraphen. Und dann mein Gefühl. Mein wahres Sein. Ich - verewigt. Eine Wolke. Zart. Weich. Fließend. Zulassend. Kein Widerstand mehr. Der wird harmonisch umwebt.
Schwebezustand ewigen Glücks.
Die Biene macht Pause auf dem lockenden  Blatt der Malve. Ich schaue hin. Höre zu.
Nehme auf. Finde mich wieder in der lichtvollen Vergänglichkeit allen Seins.
Mein Licht ist.

Freitag, 10. September 2010

Spätsommer-Herbst - Erntezeit

Und die ganze zwei-vierbeinige Truppe ist im Einsatz. Die Qualität der Rohstoffe für unsere "naturasoleil"-naturprodukte aus nachhaltiger Wildsammlung wird intensiv geprüft:
Fruchtigkeit, Biß, eben der Geschmack der wildwachsenden, auf  600 m Höhenlage in den monts-de-lacaune in Südfrankreich unter der entsprechenden Sonne reifenden Brombeeren (das sind die mit den Dornen).

n a t u r a s o l e i l



Kombiniert mit Honigmelone, Rohrzucker und etwas Honig aus dieser Region bereiten  wir nun eine leckere Konfitüre zu.

Und als Käseliebhaber (wir haben immerhin 4 handwerkliche Käsereien in der unmittelbaren Umgebung) genießen wir die neue Kreation eines Brombeergelees mit dem mild-würzig-cremigen Schafs-und Ziegenkäse  unserer Nachbarn.  Eine interessante kulinarische Erfahrung, die auch in den dunklen Herbst- und Wintermonaten etwas südlichen Flair zum Diner zaubert.
Dazu später mehr...